NASCAR124 - Der 8. Lauf im Berliner FEZ

NASCAR124 – 8. Lauf im FEZ Berlin

Um mal vorweg und ganz unverblümt ein Fazit zu ziehen: Leider geil…
Nicht dass sich einige Mitfahrer der Berliner NASCAR124-Serie mal anstandshalber sagen „Nee, das ist nichts für mich!“ oder vielleicht den Weg zur IG Slotracing ins Köpenicker FEZ scheuen – nein, die Fraktion der Linksrumfahrer wächst von Monat zu Monat. Also diss is ja, wissense, nee…!

Zum 8. Lauf der ovalen Rennserie standen wiederum 17 mehr oder weniger große Jungs an den Reglern. Nein, um genau zu sein, 16 Jungs und ein großes Mädchen! Und dabei haben vier regelmäßige Mitfahrer entschuldigt gefehlt, von denen drei Unaufhaltsame sehr vorbildlich die Pflichten im neu entstehenden Vereinsheim der Slotfreunde Berlin der spielerischen Freude auf der Holzbahn im FEZ voranstellten. Und der IGSR-Chef war gesundheitlich unpässlich, ließ es sich jedoch nicht nehmen, die Meute dennoch höchstpersönlich am Rennleiterstand zu beaufsichtigen.
Das bedeutet, dass beim nächsten Lauf wahrscheinlich mehr als 20 Starter ihre quietschbunten Spielzeugautos zur Abnahme vorstellen.

Was macht diese Rennserie so attraktiv?

Da der Fisch bekanntlich am Kopf beginnend duftet, ist das vielleicht in erster Linie der Verdienst des Initiators und Leiters der NASCAR-Serie. Er führt die wilde Horde seit Jahren mit harter Hand und leuchtendem Vorbild an, ist für jeden und jederzeit ansprechbar und sorgt dafür, dass jedes Rennen stattfinden kann. Das ist, bei aller Frotzelei, ein sehr wichtiger Faktor für den Erfolg und das Bestehen einer solchen Veranstaltungsreihe.

Dazu kommt das Reglement.
NASCAR124 - Der 8. Lauf im Berliner FEZBei der NASCAR124-Serie gilt eben nicht „Wer das meiste Geld hat, liegt vorne“. Ein (ziemlich) simples Einheits-Chassis, Poolmotoren und mit überschaubarem Aufwand zu bauende Karosserien bieten den Anreiz, es einfach einmal auszuprobieren.
Und da ein fahrfertiges (und konkurrenzfähiges) Slotcar um die 100 Euro kostet, werden auch leichten Herzens Leihfahrzeuge an Interessenten und Neueinsteiger vergeben. Es gibt eben keine Spiegel, die abbrechen oder sonstige Kleinteile, die abfallen können und gleich ein schmerzhaftes Loch in die Portokasse reißen können.

Die Ausgangschancen sind also für alle gleich und durch die Geometrie der Fahrzeuge (lang, schmal und relativ hoch) liegt es letztendlich überwiegend am fahrerischen Geschick, wie man sich im Rennen schlägt. Nicht-repräsentative Umfragen unter den Berliner Mitfahrern der NASCAR124-Serie zeigen jedoch, dass es den meisten ziemlich egal ist, auf welchem Platz sie landen.
Die Stimmung in dieser Runde ist außergewöhnlich entspannt und so ein Rennabend ist oftmals besser als Kino.

Kommen wir zum Rennen

Die Trainingszeit begann mit einer Überraschung.
Die Bahn im FEZ war glatt wie mit Schmierseife geglued und sorgte auch im späteren Rennen noch für, naja nennen wir es mal „interessante“ Situationen.
Der Autor kam, wie immer, zeitlich auf Kante genäht und machte sich mit dem einzigen Satz Hinterräder, die er dabei hatte, auf die Piste. Ohne Training, versteht sich.
Die Karre wedelte über die Strecke wie ein Lämmerschwanz und mit durchgehenden Drifts durch die Kurven erheiterte er die geifernde und johlende Menge der Zuschauer. Opium für’s Volk…
Da freundschaftliche Unterstützung zur Berliner NASCAR-Serie gehört wie das Jucken zum Mückenstich, pflückten hilfsbereite Mitstreiter kurzerhand das glibbernde Auto von der Bahn und verpassten ihm einen neuen Satz Hinterräder. Großes Tennis, sehr zum Ärger der sensationshungrigen Brut in der Südkurve, da das Thema Drift-Racing damit Geschichte war. Danke an Frank und Ricardo dafür!

Zum ersten Mal am Start war Kerstin, die zunächst und sehr penibel mit ihrem Auto die Sicherheit der Fangzäune testete und dann richtig Gas gab. Ralf verzichtete dieses Mal offensichtlich auf plastische Operationen kurz vor Rennbeginn und überzeugte mit einem ebenso schönen wie gut laufenden Renner.

Das Team der Slot-Werkstatt wird ebenfalls bei jedem Lauf größer. Und auch stärker. Erik kam, sah und erschreckte mit konstant hervorragenden Rundenzeiten und auch Bernd wies durch seine Fahrkünste darauf hin, wo im Schöneberger Keller der Hammer hängt. Gerhard nutzte ein psychologisches Moment und sorgte mit der Kombination „grünes Auto und orangefarbenes Hemd“ für spontane Netzhautablösung und ließ so den einen oder anderen irritiert zurück.

Der Pechvogel des Abends war Roy, der wahrscheinlich auf einem der vorderen Plätze gelandet wäre, wenn das Inlet seines Wagens dort geblieben wäre, wo es hingehört. So aber musste er leider immer wieder Reparaturpausen einlegen, da das Mistding einfach nicht hielt und nach dem x-ten Versuch musste er sich wohl oder übel geschlagen geben. Beim nächsten Mal steht die Familienpackung Sekundenkleber bereit!

Nachdem Björn sich in den vergangenen Läufen immer wieder mit technischen Kleinigkeiten herumärgern musste, brannte er mit seinem Burn-Custom-Car eine Top-Zeit nach der anderen ins MDF, ließ sogar Mr. Mich-bringt-nichts-und-niemand-aus-der-Ruhe Michael hinter sich und musste sich am Ende nur knapp dem verdienten Sieger des Abends geschlagen geben: Frank.

 

3 Kommentare
  1. hedgehog
    hedgehog sagte:

    Ha, man beachte die Buchsen in deutscher Belegung (gelb in der Mitte!), den Reglerstecker in internationalem Flair und an den Kabeln die deutschen Überzieher. Passt.

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  2. Rookie Roy
    Rookie Roy sagte:

    War ein toller Rennabend, leider nur nicht für mich. 🙂 Pleiten, Pech und Panne bis letztendlich das ganze Auto auseinander fiel.Aber danke Jan das du mich noch nachträglich motivierst aber in Wirklichkeit sehe ich mich im hinteren Drittel bei einem Auto was bis zum Schluss durchhält. War gestérn halt reales Feeling wenn die Karre schrott ist. Nun ja, mein Dodge ist schon in die Jahre gekommen aber einmal wird er bestimmt vorne mitmischen.

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    • hedgehog
      hedgehog sagte:

      Der Dodge hat schon erste Plätze eingefahren. Der Workshop im
      Oktober wird da sicher einiges herausholen. Save the date: 09.10.2014

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