Gelungene Premiere für Classic NASCAR

Donnerstag 23.2. gegen 18:30, mit leicht mulmigen Gefühl betrat der Serienchef die heiligen Hallen – waren doch die Vorzeichen nicht genau zu deuten. Wird die neue Rennserie ausreichend Zuspruch finden und werden die Rennboliden auch einsatzbereit sein? Pusteblume – acht tapfere Recken hatten das Training bereits aufgenommen und legten Zeiten vor, die den Schluss nahe legten, dass sich Queen Mum zum letzten Rennen nochmal von Ihrer besten Seite zeigen wollte. Zielsicher stöpselte also auch ich den Regler ein und stellte den ersten Renner auf die Bahn, nach einer halben Runde war jedoch schon Schluss – kein Vortrieb mehr und das übliche Geräusch eines losen Ritzels. Fängt ja gut an aber wir haben ja noch einen Zweitwagen in petto. Reingestellt und Gas gegeben – schon kracht es. Ich Dödel hab den Motor falsch gepolt. Leidtragender war Stefan P., der sich meinem querstehendem Pontiac ins Heck bohrte. Zum Glück blieb dieser Crash ohne Folgen aber jetzt hieß es erstmal basteln. Nachdem El Cheffe erschienen war, stand fest, dass wir die neue Rennserie mit 10 Fahrern starten würden. Leicht verspätet startete die Abnahme und von allen belächelt zückte ich mein wichtigstes Tool – den Bodenfreiheitsmesser. Leider bin ich etwas über das Ziel hinausgeschossen, hatte ich doch neben den 2 mm Bodenfreiheit zum Fahrwerk auch 3 mm bis zum Body ins Regelwerk hinein interpretiert. Zähneknirschend musste ich akzeptieren, dass die 3 mm-Seite meines Tools unbenutzt bleiben musste. Einmal zu breite Spur blieb dann der einzigste Kritikpunkt. Alle starteten auf Motor Modern, jedoch in verschiedenen Chassis-Ausführungen. Gewichtstechnisch konnten einige das Minimum von 195 Gr. erreichen aber auch mehr als 210 Gr. waren mehrfach vertreten. Die Quali gewann Frank B. mit 8,5.. Sekunden und Sven holte mit einem Leihwagen von mir den 2. Platz.
Wie immer startete die langsamere Gruppe und C-P, Lutz, Stephan, Ricardo und Joachim nahmen das Rennen auf. Joachim wie immer, unauffällig aber zielstrebig macht sich auf zum Gruppensieg, Anfangs gleichauf mit Ricardo und Stephan. Letzterer jedoch mit zu vielen unkonzentrierten Momenten und damit verbundenen Rausfallern. C-P war abwechselnd mit sich, dem Auto und der Rennleitung unzufrieden und nahm das Auto im vorletzten Turn von der Bahn. Auch Lutz haderte mit seinem Gefährt, nach dem Rennen stellte sich heraus, das die Vorderachse lose war. Zieleinlauf dieser Gruppe: Joachim 200 Runden, dahinter Ricardo (-2 Runden), dann Stephan (nochmals 2 Runden weniger), gefolgt von Lutz (192 Runden) und C-P.
In der 1. Gruppe am Start: Frank B., Sven, Stefan P., Björn und Friedjof. Frank etwas eingebremst durch die rote Spur im direkten Schlagabtausch mit Stefan und leicht zurück Sven. Friedjof und Björn können nicht mitgehen und Björn mit seinem bildhübschen aber hoch und schmal gebauten Torino ist öfter neben der Spur. Letzter Turn – komfortable Führung für Frank mit 3 Runden Vorsprung, dahinter Stefan und Sven in der gleichen Runde. 6 Minuten können ganz schön lang sein und Sven näherte sich Stefan unaufhaltsam. Stefan riskierte viel und ließ im langen-S mehr Gas stehen, als der grünen Spur zuträglich war um seinen Platz zu verteidigen. 1. Rausfaller und Sven schließt auf, 2. Rausfaller und Sven wird mitgerissen. Fortan hängt am Leihwagen die Stossstange einseitig herunter aber Sven ist vorbei und der Speed stimmt auch noch. Zwischendurch brandet auch noch rechnergesteuerter Beifall auf: Frank hat mal eben den Bahnrekord für die Classics auf 8,460 Sek. gesenkt. Das Rennen wird von Frank auf Platz 1 mit 205,26 Runden beendet, dahinter Sven 202,64 und Stefan auf dem 3. Platz mit 202,37 Runden.
Die Ergebnisse zeigen das gleiche Bild wie beim Serienvorbild in Pöring: Trotz konzeptioneller Unterschiede liegen die Classics und die modernen NASCARs Runden- und Zeittechnisch ungefähr auf einem Niveau. Spass machen sie alle Male. Hoffen wir, dass der Zuspruch für diese Serie anhält oder noch besser, steigt.
Die Ergebnistabelle findet ihr hier: Ergebnis 1. Lauf
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